Gemeinsam gehen und miteinander ins Gespräch kommen: Im baskischen Ort Azkoitia bringen Gesundheitsspaziergänge ältere Menschen und Studierende aus Pflegeberufen zusammen. Bewegung und Begegnung gehören dabei zusammen. Das Beispiel zeigt, wie ein gemeinsames Erlebnis den Austausch zwischen den Generationen fördern kann.
Vorgestellt wurde das Angebot im Rahmen des dritten Weltkongresses zu altersfreundlichen Städten und Gemeinden. Rund 700 Menschen aus mehr als 70 Ländern kamen dazu im Juni 2026 im spanischen San Sebastián zusammen. Im Anschluss konnten Teilnehmende bei Besuchen im Umland erfahren, wie einzelne Gemeinden ihre Ideen im Alltag umsetzen. Die BAGSO, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, berichtet darüber in ihrem Kurzbericht.
Ein gemeinsamer Weg bringt Menschen zusammen
An den Spaziergängen in Azkoitia ist besonders die Verbindung unterschiedlicher Generationen interessant. Ältere Menschen und Studierende aus Pflegeberufen sind gemeinsam aktiv. Sie begegnen einander bei einer alltäglichen Beschäftigung, die Raum für Gespräche lässt.
Darin liegt eine Stärke solcher Angebote: Eine gemeinsame Tätigkeit gibt dem Kennenlernen einen natürlichen Anlass. Erfahrungen können ausgetauscht und unterschiedliche Sichtweisen verständlicher werden. Begegnung entsteht beim gemeinsamen Tun.
Der BAGSO-Bericht beschreibt das Angebot nur kurz. Über die Häufigkeit, die Gestaltung der Wege oder die Organisation macht er keine näheren Angaben. Als Anregung ist das Beispiel dennoch anschaulich: Bewegung lässt sich mit persönlichem Austausch und dem Miteinander der Generationen verbinden.
Voneinander lernen – über Ortsgrenzen hinweg
Der internationale Austausch war ein wichtiger Bestandteil des Kongresses. Städte und Gemeinden stellten ihre Erfahrungen vor und lernten Ansätze aus anderen Ländern kennen. Dabei wurde deutlich, dass altersfreundliches Zusammenleben von vielen Menschen getragen wird – auch von örtlichen Initiativen und der älteren Bevölkerung selbst.
Nicht jedes Angebot lässt sich unverändert auf einen anderen Ort übertragen. Die Voraussetzungen unterscheiden sich, ebenso die Interessen und Möglichkeiten der Menschen. Der Blick nach Azkoitia zeigt aber, wie eine überschaubare gemeinsame Aktivität Generationen zusammenbringen kann.
Für uns ist das eine ermutigende Erfahrung aus einer anderen Gemeinde. Sie ergänzt den Blick auf das Thema Älterwerden, ohne ein fertiges Modell für unsere Region vorzugeben.
Welche Anliegen wir als Seniorenbeirat mit dem Schwerpunkt „Altern im Aar-Einrich“ verbinden, beschreiben wir in unserem Beitrag „Gut älter werden im Aar-Einrich – dafür setzen wir uns ein“.
Quelle: BAGSO-Kurzbericht zum dritten Weltkongress zu altersfreundlichen Städten und Gemeinden, 16.–18. Juni 2026, insbesondere das Praxisbeispiel aus Azkoitia auf Seite 5.

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