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Hitzeschutz – dafür setzen wir uns ein

Der Seniorenbeirat setzt sich für einen kommunalen Hitzeaktionsplan ein. Besonders ältere Menschen brauchen bei zunehmenden Hitzeperioden wirksamen Schutz vor Ort.

Heiße Sommertage gehören inzwischen auch bei uns immer häufiger zum Alltag. Was für manche lediglich unangenehm ist, kann für ältere Menschen zu einer ernsthaften gesundheitlichen Belastung werden. Deshalb setzt sich der Seniorenbeirat Aar-Einrich dafür ein, dass Hitzeschutz auch in unserer Verbandsgemeinde systematisch geplant wird.

Der Seniorenbeirat hat sich in seiner Sitzung am 17. September 2026 dafür ausgesprochen, dass sich die Verbandsgemeinde Aar-Einrich mit der Entwicklung eines kommunalen Hitzeaktionsplans befasst.

Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Mit zunehmendem Alter kann sich der Körper schlechter an hohe Temperaturen anpassen. Das Durstgefühl nimmt häufig ab, gleichzeitig können Erkrankungen oder bestimmte Medikamente die Belastung durch Hitze zusätzlich verstärken.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, die allein leben, nur eingeschränkt mobil sind oder während einer Hitzeperiode kaum Unterstützung erhalten.

Hitzeschutz ist deshalb für uns nicht nur ein Thema des Klimaschutzes. Er ist vor allem Gesundheitsschutz und Teil einer seniorengerechten Daseinsvorsorge.

Ein Hitzeaktionsplan schafft klare Strukturen

Ein Hitzeaktionsplan soll nicht erst dann entstehen, wenn das Thermometer mehrere Tage über 30 Grad zeigt. Er legt vorher fest, was bei außergewöhnlicher Hitze geschehen soll und wer welche Aufgaben übernimmt.

Für Aar-Einrich könnte dazu beispielsweise gehören, Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes gezielt weiterzugeben, besonders gefährdete Menschen besser zu erreichen und Einrichtungen, Pflegedienste, Arztpraxen, Vereine und andere örtliche Akteure miteinander zu vernetzen.

Auch ganz praktische Fragen gehören dazu: Wo gibt es an heißen Tagen schattige oder kühlere Aufenthaltsmöglichkeiten? Wo fehlt Sonnenschutz? Sind öffentlich zugängliche Trinkmöglichkeiten sinnvoll? Und wie erreichen wichtige Informationen auch diejenigen, die keine Internetseite oder Smartphone-App nutzen?

Gerade im ländlichen Raum müssen solche Maßnahmen zu den örtlichen Gegebenheiten passen. Ein Konzept für eine Großstadt lässt sich nicht einfach auf unsere Dörfer übertragen.

Vorsorge beginnt vor dem nächsten heißen Sommer

Rheinland-Pfalz hat bereits einen landesweiten Hitzeaktionsplan aufgestellt. Er sieht kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen vor und soll insbesondere Menschen schützen, die durch hohe Temperaturen gesundheitlich stärker gefährdet sind.

Entscheidend ist jedoch, dass Hitzeschutz auch vor Ort ankommt.

Der Seniorenbeirat möchte deshalb erreichen, dass sich die Verbandsgemeinde Aar-Einrich frühzeitig mit diesem Thema beschäftigt und gemeinsam mit den beteiligten Stellen ein Konzept entwickelt, das zu unserer Region passt.

Dabei geht es nicht darum, sofort ein umfangreiches Maßnahmenpaket umzusetzen. Der erste wichtige Schritt ist, Verantwortlichkeiten zu klären, vorhandene Möglichkeiten zusammenzuführen und festzulegen, was bei einer länger anhaltenden Hitzeperiode konkret getan werden kann.

Dafür setzen wir uns ein

Der Seniorenbeirat versteht sich als Interessenvertretung der älteren Menschen in Aar-Einrich. Dazu gehört auch, auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, die ihre Gesundheit und ihre Lebensbedingungen zunehmend beeinflussen.

Ein kommunaler Hitzeschutz kann dazu beitragen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und besonders gefährdete Menschen besser zu erreichen.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Hitzeschutz in Aar-Einrich nicht dem Zufall überlassen bleibt.


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